Dieses Motto des Saarlandes passt auch zum diesjährigen Jugend- und Junioren-Ländervergleichskampf (JLVK) im Orientierungslauf. Mit gerade einmal neun Teilnehmerinnen und Teilnehmern ging das Saarland vom 19. bis 20. September in Lübeck an den Start. (Als Vergleich: Der spätere Sieger reiste mit fast 60 Athletinnen und Athleten an.)
Trotz der kleinen Mannschaft konnten die Saarländerinnen und Saarländer zahlreiche herausragende Ergebnisse einfahren. Besonders in der H12 überzeugten die Saarländer, in der Leopold Köhler souverän den 1. Platz und Philipp Heintz den 6.Platz belegten. In der H16 kam Jacob Imbsweiler mit einer Zeit von 34:52 min als Schnellster ins Ziel. Bei den weiblichen Junioren, in der D 20, verfehlte Anne Kästner auch nur knapp das Podium und erreichte einen sehr guten 4. Platz.
Am Sonntag, an dem die Staffelentscheidungen anstanden, waren alle neun Athleten am Start: Mit dreimal drei Staffeln wurde jeder und jede gebraucht, und wie! Die H16er Staffel (Emilian Köhler, Gero Böhm, Jacob Imbsweiler) konnte den 2. Platz in ihrer Altersklasse, die H14er Staffel (Philipp Heintz, Anna Murawsk, Leopold Köhler) Platz 5, die H20er Staffel (Noah Lezius, Anne Kästner, Volodymyr Petrenko) den 6. Platz erlaufen.
Damit sorgten die Athleten mit ihren guten Platzierungen für viele wichtige Punkte in der Ländervergleichswertung: Insgesamt sammelte das Saarland 197 Punkte und belegte damit, obwohl es nach Hamburg mit Abstand die wenigsten Athleten hatte, den 8. Platz von 14 teilnehmenden Landesturnverbänden.
Für das kleine Saarland-Team war der JLVK damit nicht nur ein Wochenende mit spannenden Wettkämpfen, sondern auch ein erneuter Beleg dafür, dass Qualität nicht zwingend Quantität benötigt. Eben ganz nach dem saarländischen Motto: Großes entsteht immer im Kleinen.
(Text: Jacob Imbsweiler; Fotos: Sandra Köhler)
