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Rhythmische Sportgymnastik: Saarländerinnen überraschen bei Bundesligaqualifikation

Im Jahr 2020 wird es zum ersten Mal in der Geschichte eine Bundesliga in der Rhythmischen Sportgymnastik (RSG) geben. Das Ligaformat soll nun auch in der RSG neben den Einzel- und Gruppendisziplinen für ein zusätzliches, attraktives Wettkampfangebot sorgen.

Foto (RSG Saar): vlnr: Regina Krivoseev, Anna Spanier, Pauline Köhler, Emma Klein, Xenia Mauer, Elisabeth Polzin-Kvasova.

Die historischen Qualifikationswettkämpfe hierzu finden bereits in diesem Jahr statt und auch eine zehnköpfige saarländische Mannschaft möchte in der neugegründeten Liga dabeisein. Mit Spannung schaute die gesamte Deutsche Turnliga am gestrigen Samstag auf das rheinland-pfälzische Hachenburg, wo sich 14 Teams aus ganz Deutschland zur ersten Qualifikation trafen. Der Steh Kopf! e.V. bot als Ausrichter in Kooperation mit dem TuS Roßbach einen gelungenen Rahmen für den Bundesligastart der Rhythmischen Sportgymnastik.

Die Farben des Saarländischen Turnerbundes vertrat der TV St.Wendel, der ein junges Team an den Start schickte. Insgesamt zehn Mädchen gehören zum Kader, sechs von ihnen wurden beim ersten Wettkampf von Trainerin Karin Schalda-Junk eingesetzt, um die zehn vorgeschriebenen Übungen (je zwei mit Seil, Reifen, Keulen, Ball und Band) zu absolvieren.

Die eigentliche Erwartung an die saarländischen Spitzengymnastinnen zwischen zwölf und 17 Jahren war, ihre Choreografien stabil vorzutragen und wichtige Wettkampferfahrung zu sammeln. Doch die jungen Athletinnen wuchsen mit einer tollen Mannschaftsleistung über sich hinaus. Xenia Mauer, Pauline Köhler, Emma Klein, Elisabeth Polzin-Kvasova und Regina Krivoseev freuen sich sehr über die Unterstützung durch Anna Spanier vom TV Rehlingen. Insgsamt 98,85 Punkte konnten die sechs Saarländerinnen sammeln und das bedeutete am Ende Rang vier in der sogenannten Staffel 2. Je fünf Teams pro Staffel werden im Jahr 2020 die erste Liga bilden und die restlichen Mannschaften die zweite. Mit dem überraschenden vierten Platz liegen die Saarländerinnen also gut im Rennen vor der zweiten, abschließenden Qualifikation am 07. Dezember in Berlin. Die Siegermannschaften der beiden Staffeln der ersten Qualifikationsrunde sind TSV Bayer 04 Leverkusen und Bremen 1860.

Das saarländische Team um Landestrainerin Karin Schalda-Junk, STB-Trainerinnen Nicole Linenko und Margarita Adam und Kampfrichterin Nelly Dimitrova ist stolz auf die junge Mannschaft und freut sich begeistert auf die kommenden Aufgaben. Zur Mannschaft gehören neben den sechs bereits genannten Mädels Angelina Fink, Catharina Herz, Diana Bernhardt und Vasiana Todorova (alle TV St.Wendel).

Weitere Infos zur RSG-Bundesliga:

Teilnehmende Mannschaften der Qualifikation: Berliner TSC, TG Münsterland, Bremen 1860 und Bremen 1860 II, TSV 03 Mommenheim, TSV Bayer 04 Leverkusen, Eintracht Frankfurt, TV Dahn, KR School - Charlottenburger TSV, SG Gütersloh-Bielefeld, Steh Kopf! e.V., TV St. Wendel, Team Hessen und VfL Zehlendorf.

Modus:
Alle Mannschaften treten in zwei Staffeln an und erturnen jeweils ein Mannschaftsergebnis aus zehn Übungen, zwei je Handgerät. Für die Ergebnisse pro Wettkampf wird eine Rangfolge nach den geturnten Punkten erstellt. Dabei wird das Gesamtergebnis der Mannschaften berücksichtigt. Zusätzlich können weitere Punkte durch das Gewinnen der einzelnen Handgerätewertungen erreicht werden. Die Addition beider Wettkampftage ist dann Grundlage der Qualifikation. Die ersten Fünf pro Staffel turnen dann ab 2020 in der 1. Bundesliga, die nachfolgenden Vereine bilden die 2. Bundesliga.

Infos auch unter www.deutsche-turnliga.de

Autor: Martina Köhler