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24 Stunden mit Karte und Kompass durch den Wald

Die 25. Auflage des Thüringer 24‑Stunden‑Orientierungslaufes lockte 202 Teams nach Heyda bei Ilmenau. Der alle zwei Jahre von Jenaer Orientierungsläufern organisierte Wettkampf gilt als die weltweit längste Orientierungslaufstaffel. In diesem Jahr zog er nicht nur zahlreiche deutsche Teams an, sondern auch Läuferinnen und Läufer aus Skandinavien, Tschechien, Ungarn, Österreich und der Schweiz.

Auch fünf saarländische Staffeln waren am Start – darunter eine Kinderstaffel bis 12 Jahre, die sechs Stunden absolvierte, sowie zwei „Halbtagsstaffeln“, deren Wettkampf nach zwölf Stunden endete. Zwei Teams des TV Oberbexbach stellten sich der klassischen 24‑Stunden‑Herausforderung. Pro Team müssen mindestens zwei Frauen und dürfen maximal drei Männer der Hauptklasse antreten. Die Laufreihenfolge wird selbst festgelegt und muss über die gesamten 24 Stunden unverändert bleiben. Anders als bei Stadion‑Ultraläufen erwartet die Teilnehmenden bei jeder Runde eine neue, anspruchsvolle Orientierungslaufstrecke im angrenzenden Waldgebiet. Die Bahnen sind vorab nicht bekannt; lediglich Angaben zu Luftlinienlänge, Höhenmetern und Orientierungsanspruch (easy oder difficult) helfen bei der Teamplanung. Ziel ist es, innerhalb von 24 Stunden möglichst viele korrekt absolvierte Strecken zu sammeln. 

Der Start erfolgt traditionell am Samstag um 9 Uhr direkt neben der eigens angelegten Campingwiese. Besonders fordernd wird es am Abend und in der Nacht: Die bereits gelaufenen Kilometer machen sich bemerkbar, und mit Stirnlampe geht es in den dunklen Wald. Die Kontrollposten sind mit Reflektoren ausgestattet, sodass sie im Nahbereich leichter zu finden sind.

In diesem Jahr wurde es für beide Teams besonders hart, denn pünktlich zu den Eisheiligen sanken die Temperaturen im Thüringer Mittelgebirge nachts bis an den Gefrierpunkt. Der guten Stimmung, dem Teamgeist und dem Ehrgeiz tat das jedoch keinen Abbruch – die zwölf Läuferinnen und Läufer kämpften bis zum Schluss um jede Sekunde. 

Das junge Team (Durchschnittsalter 20 Jahre) mit Jacob Imbsweiler, Lisa Kästner, Noah Lezius, Anne Kästner, Klaus van Bentum und Lucas Imbsweiler absolvierte beeindruckende 35 (der maximal möglichen 37) verschiedene Strecken und erreichte einen hervorragenden fünften Platz. Das zweite Team (Matthias Groh, Ben Reinert, Simon Gregersen, Brit Horst, Philippe Imbsweiler, Anja Kästner) lief mit drei gültigen Strecken weniger immer noch unter die Top 30 im Gesamtklassement.